Erdgas-Service

 

Gradtagszahl für das Versorgungsgebiet Hünxe

Die Gradtagszahl (GTZ) stellt eine Beziehung zwischen der Außentemperatur und dem Heizenergieverbrauch dar und gibt so Aufschluss über die Kosten. Die GTZ zeigt den Unterschied zwischen der durchschnittlichen Außentemperatur eines Tages und 20 °C – der üblichen Raumtemperatur. Gemessen wird nur, wenn es draußen kälter als 15 °C ist. Die einzelnen Tage werden zusammengezählt und bekannt gegeben.

Ermittlung 20 °C - Tagestemperatur (Methode Wetteramt)

Gradtagszahlen für das Versorgungsgebiet Hünxe

 

Januar Februar März 1. Quartal April Mai
Juni
2. Quartal
2010 644,5 509,6 419,2 1.573,3 289,8 257,8 51,7 599,3
2011 524,5 436,8 413,1 1.374,4 158,8 112,8 60,5 332,1
2012 484,9              

 

Juli August September 3. Quartal Oktober November Dezember 4. Quartal
2009 12,2 10,3 83,5 106,0 296,0 311,3 547,5 1.154,8
2010  0,0 26,5 149,9 176,4 291,3 414,2 674,3 1.379,8
2011
49,6
30,1
71,0
150,6
241,9
379,7
441,7
1.063,3

 

Ölpreis

Seit der Einführung von Erdgas in Deutschland ist der Erdgaspreis an den Preis für Öl gekoppelt. Dies ist zwischen den Produzenten, den Ferngasgesellschaften und den Versorgungsunternehmen vertraglich geregelt, um die Risiken, die mit den erheblichen Investitionen in die Förderung, die Rohrnetze und Speicher etc. einhergehen, abzusichern. Dieses Investitionsrisiko ist nur dann kalkulierbar, wenn sich der Erdgaspreis so entwickelt, wie der Preis der direkten Wettbewerbsenergie, dem leichten Heizöl. Der Gaspreis ist deshalb abhängig vom durchschnittlichen Ölpreis – betrachtet im 6-Monats-Durchschnitt des vorhergehenden Zeitraums. Deshalb folgt der Gaspreis dem Ölpreis zeitlich versetzt. Dies gilt für Preissenkungen wie für Preiserhöhungen.

 

Energiespartipps

Über 75 Prozent des Energiebedarfs privater Haushalte entfallen auf die Heizung, weitere 12 Prozent auf die Warmwasserbereitung. Durch bewussten Umgang mit Energie können Sie Ihre Heizkosten niedrig halten. Wussten Sie schon: Wenn Sie die Raumtemperatur nur um 1ºC senken, sparen Sie schon circa sechs Prozent Energie ein! Und mit Erdgas im Haus können Sie auch bei Haushaltsgeräten eine ganze Menge sparen.

Tipps rund ums Heizen & Lüften:

  • Richtig lüften!
    Statt einen Fensterflügel stundenlang zu kippen, lüften Sie lieber öfter, für wenige Minuten, bei weit geöffnetem Fenster. Stellen Sie in der Zeit das Thermostatventil am Heizkörper ab.
  • Auf genügend Luftfeuchtigkeit achten (35-65 %):
    Feuchte Luft wird wärmer empfunden als trockene und ist gesünder. Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit und Ihr Wohlbefinden.
  • Raumtemperaturen senken:
    Pro Grad Raumtemperatur mehr müssen Sie mit sechs Prozent höheren Energiekosten rechnen. Temperaturen von 22° - 23°C im Bad, 20° - 21°C im Wohnbereich und 16° - 17°C im Schlafbereich sind ausreichend. Auch eine nächtliche Absenkung der Heizungsanlage um circa 5°C ist zweckmäßig. Grundsätzlich sollten Sie Räume bei Abwesenheit nicht völlig auskühlen lassen, da ein vollständiges Aufheizen mehr Energie verbraucht, als man vorher spart.
  • Wärmeverluste mindern:
    Bei einbrechender Dunkelheit sollten Sie Rollläden, Fensterläden oder Vorhänge schließen, um Wärmeverluste durchs Fenster zu verringern. Dämmen Sie auch Ihre Heizkörpernischen oder bringen Sie hier eine reflektierende Silberfolie an. Dadurch lassen sich bis zu vier Prozent Heizkosten sparen. Freie Heizkörper gewährleisten, dass sich die Wärme ungehindert im Raum ausbreiten kann. Lange Vorhänge, Verkleidungen von Heizkörpern sowie ungünstig platzierte Möbel können bis zu 20 % Wärme schlucken. Und nicht zuletzt senkt auch die nachträgliche Wärmedämmung der Außenwände den Energieverbrauch beträchtlich, genauso wie die wirksame Wärmedämmung von Dach und Kellerdecke.
  • Heizwassertemperatur der Witterung anpassen:
    Eine gleichbleibend hoch eingestellte Heizwassertemperatur kostet unnötige Energie. Bei einer witterungsgeführten Vorlauftemperaturregelung wird die Heizwassertemperatur automatisch der jeweiligen Außentemperatur angepasst.
  • Regelmäßige Wartung:
    Heizungsanlagen sollten einmal im Jahr von einem Fachmann kontrolliert und gereinigt werden, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten. Auch das regelmäßige Entlüften der Heizkörper ist ratsam (einmal im Jahr).
  • Heizung rechtzeitig modernisieren:
    Ein moderner Heizkessel ist der beste Energie-Sparer. Denn er ist ein sehr guter "Futterverwerter" und geht mit der kostbaren Energie besonders sparsam um. Ein Niedertemperatur- oder Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 % weniger Energie aus als eine veraltete Heizung.

 

Tipps rund ums warme Wasser:

Warmwasser:

  • "Duschen statt baden" lautet die Devise für alle Energie-Sparer. Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal so hoch wie für ein Duschbad.
  • Einhebelmischer und thermostatische Mischbatterien sorgen für eine konstante Wassertemperatur und für niedrige Energiekosten Sie sparen erhebliche Wassermengen, die sonst ungenutzt abfließen.
  • Wählen Sie für den Dauerbetrieb bei Speichergeräten eine Temperatur von max. 60°C. Viele Geräte besitzen eine entsprechende Energiesparstellung. Dadurch verringert sich auch die Verkalkung der Heizstäbe und Keime werden auch bei 60°C sicher verhindert.
  • Bei längeren Bedarfspausen, beispielweise im Urlaub, in denen kein warmes Wasser benötigt wird, sollte bei Speichergeräten der Bedienknopf auf die Frostschutzeinstellung gestellt werden.

 

Wäsche waschen und trocknen:

  • Beladen Sie Ihre Waschmaschine immer maximal, das ist pro gewaschener Menge am energiesparendsten.
  • Wählen Sie immer eine möglichst niedrige Waschtemperatur. Fast jede Wäsche wird auch bei 60°C sauber.
  • Verzichten Sie auf ein Vorwaschprogramm. So sparen Sie etwa 20 % Wasser und Energie.
  • Geben Sie die gesamte Waschmaschinenfüllung in den Trockner. Zweimal die halbe Menge verbraucht etwa 30 % mehr Strom. Am günstigsten trocknet die Wäsche an der frischen Luft.
  • Ein Erdgas-Wäschetrockner spart bis zu 40% Energie gegenüber einem Strommodell.
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